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Zwei Davids und eine Dame - Drei Webcomic-Zeichner beim Comic-Frühstück
Auch der zweite Tag der Frankfurter Buchmesse begann mit einem Frühstück, nämlich passend zum Comic-Bereich mit dem Comic-Frühstück. Nach einem kurzen Rückblick auf die Höhepunkte vom Mittwoch begrüßten Bernd Glasstetter und Thomas Dräger drei Gäste auf der Bühne. Sarah Burrini ist die Zeichnerin von Das Leben ist kein Ponyhof. Der Schweizer David Boller ist der kreative Kopf hinter Zampano Online. Und David Füleki hat der Comic-Welt unter anderem seinen Helden Entoman beschert.

David Boller erinnert sich, wie und warum er den Namen "Zampano" für sein Projekt gewählt hat. Außerdem stellt er kurz die Print-Ausgaben einiger seiner Comics vor: Als erstes Buch ist "Bakuba" bereits erschienen, während der Schweizer Superheld "Tell" in Kürze erhältlich sein wird. Sarah Burrini hat einen autobiographischen Strip über das spannende Leben einer Comiczeichnerin mit absurden Elementen wie Ponys, Elefanten und sprechenden Pilzen als Wohngenossen angereichert. Das Ergebnis war dann das für den dieses Jahr erstmals vergebenen Web-Sondermann nominierte "Das Leben ist kein Ponyhof". Auch hier steckt hinter dem Namen eine kleine Geschichte.

Sarah Burrini und David Boller kümmern sich weitgehend selbst um die Technik hinter ihren Websites, während David Füleki die Technik Anbietern wie dem Animexx oder Comicstars überlässt. Der doch beachtliche zusätzliche Aufwand, den das Betreiben einer eigenen Site bedeutet, bringt auf der anderen Seite aber auch die Möglichkeit, Aussehen und Verhalten des Systems genau an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Auf einer großen Plattform besteht die Gefahr, als einer unter vielen unterzugehen.

David Boller ist der Meinung, dass im Internet alles Nische sei, es gebe eigentlich keinen Mainstream. Um Erfolg zu haben, muss jeder Anbieter irgendwie etwas besonderes anbieten, was ihn vom Rest abhebt. Das muss nicht zwangsläufig eine perfekte Zeichenkunst sein. Viele sehr erfolgreiche Webcomics, beispielsweise in den USA, sind nicht besonders gut gezeichnet, haben aber Witz, Charme, eine fesselnde Story oder sonst etwas Außergewöhnliches.

Sein Namensvetter Füleki sieht auch die Notwendigkeit, sich als neuer Zeichner im Internet einen Namen zu machen. Man müsse auch ein Stück weit eine "Rampensau" sein, um das Publikum auf sich aufmerksam zu machen.

Die Möglichkeit, sich beispielsweise im Künstlerbereich des Comicforums Kritik und Feedback zur eigenen Arbeit zu holen, halten die drei Künstler für nicht durchweg positiv. Man müsse damit rechnen, wenig fundierte, dafür aber umso lautstärkere Reaktionen zu bekommen.

Wie beim Comic-Frühstück üblich, gab es auch dieses Mal eine kleine Verlosung. David Boller stellte dafür phantomisch einen bekannten US-Comichelden dar, den nach einigen Fehlversuchen jemand aus dem Publikum erkannte. Und David musste dafür nicht einmal die Hautfarbe verändern. Als Preis gab es etwas ganz besonderes, nämlich einen Vorab-Promodruck von "Tell". Davon existieren überhaupt gerade einmal fünf Stück.

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Daten dieses Berichts
Bericht vom: 07.10.2010 - 23:37
Kategorie: Filmmitschnitte
Autor dieses Berichts: Henning Kockerbeck
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