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Künstlergespräch V: Maryse und Jean-Francois Charles

Harald Havas hat bei den belgischen Comickünstlern Maryse und Jean-Francois Charles nachgefragt. Trotz seines Kniebruchs ist Jean-Francois auf Krücken nach Erlangen gekommen, wo er vor 20 Jahren schon einmal war. In „India Dreams“ haben sie zum ersten Mal zusammengearbeitet, nachdem sie für das Buch nach Indien gereist sind.

Jean-Francois hat die Bilder gezeichnet und Maryse das Szenario gestaltet. Die beiden ursprünglich gar nicht vor die vielen Schattenseiten des riesigen Landes zu zeigen. Neben Armut haben ihnen an dem Land vor allem der kulturelle Reichtum und die Schönheit der Natur gefallen. Nach der Reise haben sie sich darangemacht mehr über Indien herauszufinden, indem sie genaue Recherchen ausgeführt haben.

Daraus entstand eine fiktive Geschichte, die allerdings so oder ähnlich real sein könnte. Die Welt der Träume steht im Mittelpunkt der Reihe, die mit „Africa Dreams“ fortgesetzt wird. Das neue Buch ist eine Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit Belgiens, was unter Alt-Kolonialisten für viel Aufregung sorgte.

„India Dreams“ ist unter anderem auch in Indien erschienen. Ganz interessant ist dabei, dass Jean-Francois aufgrund gängiger indischer Moralvorstellungen Sexszenen rauskürzen beziehungsweise eine Szene umzeichnen musste. Ein weiterer Indien-Comic, diesmal aber im viktorianischen Zeitalter, ist bereits in Planung.



Daten dieses Berichts
Bericht vom: 07.06.2010 - 16:04
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Marco Behringer
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