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Schreiben für den Comic

Die Gesprächsrunde mit Christian Gasser, Michael Groenewald, Peer Meter, Barbara Yelin und Rochus Hahn wurde von Brigitte Helbing moderiert. Die Moderatorin hat kurz auf die Geschichte von Autorenzeichnern und die Bedeutung von Autoren in verschiedenen Ländern verwiesen.

Hahn, der sowohl Dreh- als auch Comicbücher schreibt und tatsächlich im Hahn-Kostüm erschien, sieht den einzigen Unterschied zwischen den beiden Tätigkeiten in der Höhe des Geldes.

Meter schreibt dagegen aus prinzipiellen Gründen nicht für den Film. Er hat sich für „Gift“ (Reprodukt) speziell die Zeichnerin Yelin gewünscht, die indirekt per E-Mail angefragt wurde.

Der Lektor Groenwald (Carlsen) sieht seine Rolle weniger als Vermittler zwischen Zeichner und Autor, sondern mehr als Begleiter, der immer ein offenes Ohr für die Wünsche und Probleme der Künstler bereithält.

Der Journalist Gasser berichtete über die Situation in Frankreich. Dort gab es schon in der Vergangenheit bedeutende Autoren und aktuell erwähnte er David B., der bei „Auf dunklen Wegen“ (avant-verlag) nicht nur den Text, sondern auch die Zeichnungen übernommen hat.

Der Theaterautor Meter schilderte die Probleme im Zusammenhang mit langen Geschichten. Die Verlage knüpfen daran immer einen internationalen Verkauf, was bei „Gift“ wie geschnürt lief. Die Zeichnerin von „Gift“ konnte sich mit der Hauptfigur, einer selbstbewussten Journalistin, gut identifizieren. Im künstlerischen Prozess hat sich Yelin durch Vorschläge für Ergänzungen oder Änderungen beteiligt. Meter lobte die Fähigkeit Yelins auch innere Vorgänge zu zeichnen.

Groenwald erklärte wie Verlage Autoren fördern, was sich auf Vorschüsse und die Unterstützung bei einem Antrag für Stipendien begrenzt. Die Förderung in Frankreich unterscheidet sich nach Gasser darin, dass die Verlage Geld leihen können.

Yelin kommt oft beim Zeichnen auf ihre Ideen für ihren Text. Die Vor- und Angaben der Autoren schwanken enorm. In Frankreich geben viele Szenaristen bis ins kleinste Detail alles vor, Meter aber sieht gerade in der Freiheit des Zeichners das enorme künstlerische Potential.



Daten dieses Berichts
Bericht vom: 06.06.2010 - 16:40
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Marco Behringer
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