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Künstlergespräch II: David B.

Christian Gasser stellte uns David B. als wissensdurstigen Genre- und Grenzüberschreiter dar, der unter anderem durch seinen autobiografischen Comic „Die heilige Krankheit“ (Reprodukt) und seine Vorliebe für Außenseiter bekannt wurde.

Der französische Zeichner und Szenarist beschrieb seine fantastische Piratengeschichte „Kapitän Scharlach“ (avant-verlag) in erster Linie als Hommage an den eher unbekannten Schriftsteller und belesenen Abenteurer Marcel Schwob dar, mit dem ihn viele persönliche Gemeinsamkeiten verbindet wie das Bücherlesen. Daneben wollte er aber auch eine Abenteuergeschichte schreiben, wodurch das amüsante Piratenabenteuer entstand.
Über seine Zusammenarbeit mit dem Zeichner Emmanuel Guibert – bekannt durch „Der Fotograf“ (Edition Moderne) – sagte der Autor, dass er anfänglich mit dessen Entwürfen nicht zufrieden war, weil sie zu realistisch waren, aber mit der Zeit eine passende Bildsprache gefunden hat.

Sein zweites aktuelles Buch „Auf dunklen Wegen“ (avant-verlag) sieht David B. als historischen Comic an, der gleichzeitig aber auch eine unterhaltsame und aberwitzige Abenteuer- und Kriminalgeschichte ist. D’Annunzio „Der Dichter“ annektierte mit Freischärlern 1919 die dalmatinische Hafenstadt Fiume. David B. interessierte dabei weniger die literarischen Arbeiten D’Annunzios, sondern die schrägen Figuren um den „Dichter“ und deren witzige politischen Taten wie die Bombardierung von Gebäuden mit Rosen. Dabei verbindet er die historische Erzählung mit einer Gangstergeschichte, wobei er gerne noch mehr die verrückten Elemente der politischen Aktivisten ausgebaut hätte.





Daten dieses Berichts
Bericht vom: 06.06.2010 - 16:24
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Marco Behringer
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