SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 43 Events. Alle Events anzeigen...
Specials Eventspecials

Keynote-Vortrag II: Comics gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus

Comics über den Holocaust? Da fällt den meisten zuerst Art Spiegelmans "Maus" ein. Aber neben diesem Meisterwerk gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Comics, die sich mit dem Thema befassen. Viele von ihnen wählen auch eine andere Herangehensweise, eine andere Perspektive oder auch eine andere Zielgruppe als "Maus". Martin Frenzel plädierte in seinem Vortrag deshalb dafür, nicht "Maus" als den Holocaust-Comic zu betrachten, an dem sich alle anderen messen lassen müssen. Stattdessen stellte er einige andere Comics vor, die unter jeweils ganz eigenen Gesichtspunkten ebenfalls das Thema in sensibler Form aufgreifen.

Für weitere Funktionen bitte hier klicken!

Nicht zuletzt lag ihm dabei "The Master-Race" von Bernie Krigstein am Herzen, in dem sich ein Fahrgast in der New Yorker U-Bahn von einer dunklen Gestalt verfolgt fühlt. Aber wer ist hier eigentlich Täter und wer Opfer? Ebenfalls empfehlenswert findet Frenzel "26. November" vom norwegischen Zeichner Mikael Holmberg, der in seinem noch nicht auf deutsch vorliegenden Album vier Schicksale von Holocaust-Überlebenden aus Norwegen erzählt.

Auch für Kinder und Jugendliche können Comics über den Holocaust erzählen, ohne einerseits die jungen Leser durch eine zu deutliche Darstellung der real stattgefundenen Schrecken zu überfordern, aber andererseits auch ohne diese Schrecken zu verniedlichen. Martin Frenzel stellte einige Comics vor, die für diese und andere Zielgruppe geeignet sind. Ebenfalls zur Gruppierung geeignet ist die Erzählperspektive - berichtet der Comic aus der Sicht der Opfer, aus der der Täter oder aus einer übergreifenden Perspektive, die aus verschiedenen Sichtweisen zusammengesetzt ist? Andere Comics nutzen den Holocaust in unterschiedlichem Ausmaß als Kulisse und Hintergrund, ohne direkt darauf einzugehen. Auch hierfür nannte Martin Frenzel eine Reihe von Beispielen.



Daten dieses Berichts
Bericht vom: 30.03.2010 - 10:45
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Henning Kockerbeck
«« Der vorhergehende Bericht
Evangelische Akademie in Bad Boll - Schöne Tagungsstätte
Der nächste Bericht »»
Geschichte des Antisemitismus im Comic