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Wie sieht's aus in den USA?
faszination_comic2008_mittwoch3765_kleinWie sieht's aus in den USA, oder genauer gesagt, auf dem amerikanischen Comicmarkt? Der Besitzer des größten US-Comichändlers Mile High Comics, Chuck Rozanski, beantwortet die Fragen aus dem Publikum. Seine ebenso aufschlußreichen wie emotionalen und amüsanten Berichte zeichnen ein Bild des US-Marktes, wie es vielleicht nicht jeder erwarten würde. Beispielsweise sind große Comic-Verfilmungen wie "Spider-Man" oder "The Dark Knight" für die Comics ebenso Fluch wie Segen. Viele Comicfans haben nur ein begrenztes Budget, und die Eintrittskarten für's Kino bedeuten oft, weniger Comics in diesem Monat. Als letzten Sommer gleich fünf Filme hintereinander herauskamen, merkte Rozanski das deutlich in der Kasse seiner Comic-Läden. Aber auf der anderen Seite rechnen einige Verlage gar nicht mehr damit, mit ihren Comicserien je etwas zu verdienen. Aber wenn eine Serie dann verfilmt wird und Erfolg hat, können diese Einnahmen gleich Dutzende andere Comicserien mit refinanzieren.

Auf viele seiner Kollegen in der Comicbranche ist Chuck Rozanski nicht unbedingt gut zu sprechen. Einige, besonders die hohen Manager in den Comic-Verlagen, sind seiner Meinung nach schlicht Idioten. Rozanski hatte einmal gemeinsam mit Marvel ein Pilotprojekt gestartet: Auf der Webseite des Ladens konnten die Fans bereits zwei Tage vor dem Erstverkaufstag einige neue Hefte kostenlos und komplett herunterladen und lesen. Die klassische Erwartung wäre, dass die Verkaufszahlen einbrechen. Warum sollte jemand etwas kaufen, was er online umsonst lesen kann? Aber die Verkaufszahlen brachen nicht ein, sondern schossen sogar um zwanzig Prozent in die Höhe. Leider musste das Projekt abgebrochen werden, da das neue Marvel-Management sich auf den Standpunkt stellte, von uns gibt's nix kostenlos, zusätzlicher Gewinn hin oder her.

Auch über Comic-Conventions in den USA hat Rozanski eine dezidierte Meinung. New York sei empfehlenswert, San Diego eher nicht. Letzteres vor allem deshalb, weil inzwischen nur noch etwa ein Fünftel der Stände auf der Comic-Con direkt etwas mit Comics zu tun haben. Besonders die großen Stände der Filmleute von Warner Bros., Lucasfilm & Co. haben sie ziemlich an den Rand gedrängt. Darüber hinaus erzählt Chuck Rozanski über die Bedeutung von eBay im US-Markt (inzwischen werden deutlich mehr gebrauchte Comics im Internet verkauft als Neuware) oder darüber, wie er einmal unbeabsichtigt dazu beitrug, Steven Spielberg hereinzulegen.

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Bericht vom: 16.10.2008 - 17:44
Kategorie: Filmmitschnitte
Autor dieses Berichts: Henning Kockerbeck
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