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Theorie und Praxis - Diesmal beim Autofahren
Lange Autobahnfahrten werden mir persönlich immer mehr zuwider. Zumindest in Deutschland. Ich fahre nun recht häufig auch nach Italien und muss immer wieder feststellen, dass ein himmelweiter Unterschied zwischen den beiden Ländern besteht. Halten sich die Italiener meistens an das Rechtsfahrgebot und gehen schleunigst nach rechts, wenn ein schnelleres Auto ankommt, sind die Deutschen sehr viel egoistischer in dieser Hinsicht. Die linke Spur ist hierzulande nicht mehr Überholspur, sondern eine solche für alle Schleicher und Schlafer, die meinen, dass man ihnen nichts anhaben könne.

Theorie: Wenn ich mit 190 von hinten angefahren komme, werde ich von den Verkehrsteilnehmern gesehen und man schaut in den Rückspiegel.

Praxis: Der nette Mann auf der rechten Spur, der da mit gemütlichen 120 fährt, zieht einfach mal so knapp vor mir raus, zwingt mich zu einer Vollbremsung, die meinen Wagen um 80 Stundenkilometer verzögert und zeigt mir dann noch netterweise ein O aus Zeigefinger und Daumen, weil er meinte, dass ich zu dicht gewesen wäre. Nun Ja… in Luft auflösen konnte ich mich ja nicht und das Bremsmanöver endete dicht hinter ihm.

Erstaunlicherweise gibt es auch Menschen, die nicht ganz die Situation, die vor ihnen herrscht, begreifen. Natürlich ist es sowieso schon dumm, wenn man zu dicht auffährt. Aber wenn dann auch noch ein öffentliches Fahrzeug vor einem ist…

Theorie: Man benimmt sich deutlich zurückhaltender, wenn ein grün-weiß gestreiftes Fahrzeug mit Blaulicht vor einem fährt oder insgesamt am Verkehr teilnimmt. Denn man will ja nicht Stante pede heraus gebeten werden.

zollauto Praxis: Auf der Strasse, die zwischen Bad Dürrheim und Stühlingen führt, fuhr ein Mercedes-Fahrer einem Wagen vom Zoll, der deutlich als solcher zu erkennen war, mehr als nur dicht auf. Wie man auf dem Foto hier rechts sehen kann, war es dort vielleicht um die 10 Meter. Einige Male sicher aber auch weniger. Dies war auf einer kurvenreichen Strecke, ich selbst hielt an die 100 Meter Abstand zu den beiden Fahrzeugen. Wohlgemerkt fuhren wir zu diesem Zeitpunkt zwischen 90 und 100 Stundenkilometern. Der halbe Tachowert in Metern wird als korrekter Abstand angesehen, dem Mercedesfahrer könnte also der Führerschein entzogen werden. Sicher darf der Zoll nicht selbst eine Strafe aussprechen, aber der Dienstweg ist an dieser Stelle so etwas von kurz, dass doch jeder vernünftige Autofahrer kein solches Risiko eingehen sollte – möchte man meinen.

Immerhin hatten sich Theorie und Praxis bei der Fahrzeit recht gut angenähert. Während von München nach Stuttgart gerade einmal etwas über eine Stunde mehr veranschlagt werden musste, war der Weg von Stuttgart nach Waldshut-Tiengen frei und trotz des oben beschriebenen Zwischenfalls zum Großteil zügig befahrbar, so dass am Ende die Praxis sogar eine Viertelstunde schneller war.

Entweder heute noch oder aber morgen wird noch der letzte Filmmitschnitt online gestellt. Ansonsten verabschiedet sich das Splashpages-Team aus München. Es war schön, anstrengend, aber auch sehr ergiebig, was die Berichterstattung anbelangt. Wir hoffen, dass es Euch ebenso gefallen hat, wie uns und wir freuen uns darauf in zwei Jahren wieder vor Ort sein zu können. Dann vielleicht wieder mit einer neuen Location? Die Tradition würde es so wollen. Oder mit Verlagen, die neu mit von der Partie sein werden? Zumindest einer der ganz großen Verlage hat Interesse signalisiert und Alexander Bubenheimer von Paninicomics hat starkes Interesse an einer Rückkehr bekundet. Vielleicht geht gerade das Konzept sich zunächst gesund zu schrumpfen und dann den Weg in Richtung Erlangen-Gegenpol zu sein auf. Wir würden uns darüber freuen.

Man wird es aber auf jeden Fall schwer haben das eindeutige Highlight in diesem Jahr zu toppen oder wieder zu erreichen. Alles, was mit Kauka zu tun hatte, war deutlich am Interessantesten.

Also dann: Bis 2009 :-)

Daten dieses Berichts
Bericht vom: 11.06.2007 - 09:31
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Bernd Glasstetter
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