Wolfgang J. Fuchs hätte seinen Vortrag in den Kunstarkaden auf zwei Arten kurz halten können: Die im Titel gestellte Frage liesse sich ebenso mit einem kurzen "Ja" wie mit einem kurzen "Nein" beantworten. Zum Glück für seine Zuhörer entschied sich Fuchs dann aber doch für die lange Variante.
Dabei erzählte er auch davon, wie der Sachse Rolf Kauka nach dem Zweiten Weltkrieg nach München kam, wie er dort quasi im Selbststudium ein Lehrbuch für Jura-Studenten schrieb, welche Rolle der Name Kauka in der Geschichte des Ullstein Verlags spielte und wie Rolf Kauka schlussendlich zu den Comics kam.
Es war nämlich Mitverleger und Geschäftspartner Heinz Ullstein, der Rolf Kauka erst nahelegte vom Autor zur Verleger zu werden - denn dort winke das grosse Geld. Aber so bald nach dem Krieg hatten die Deutschen andere Interessen als Bücher, also stand Kauka bald mit wenig Geld, aber vielen Schulden da. Jetzt gab Ullstein ihm einen neuen Rat: Kauka solle doch besser Autor bleiben. Am besten solle er "etwas zum Lachen" schreiben. Und daran hat sich Rolf Kauka für den Rest seiner Karriere gehalten.
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