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Specials Eventspecials

Messe-Splitter

Von Dieben und Ignoranten

Das rührige Team um „Faszination Comic“-Organisator Wolle Strzyz versorgt Künstler, Journalisten und andere Besucher des Comic-Zentrums nicht nur regelmäßig mit Getränken und Knabberzeugs, sondern hat auch für eine feine Lese-Lounge gesorgt. Dort kann man in einer tollen Auswahl an Comics aller Genres und Stilrichtungen stöbern und den Messe-Stress mit etwas Lektüre wieder abbauen. Ein Problem sind, wie eine der Mitarbeiterinnen berichtete, dreiste Langfinger, denen die ausliegenden Comics so gut gefallen, dass sie diese gleich kostenlos mitnehmen wollen - manchmal gleich stapelweise. Schade, wenn eine so gute Idee mit solch einem asozialen Verhalten quittiert wird. Mein Vorschlag daher: Nächstes Jahr sollte Ehapas „Santa-Man“ mit seiner Rute am Lese-Bereich postiert werden - oder der bissige Wiglaf Droste...

Der kosmopolitische Aufschub

Erinnert sich noch jemand an Sascha Thaus „Der Kosmopolit“? Genau, der Killer-Thriller mit dem beiliegenden Hammer-Soundtrack von Mörser. Die Fortsetzung „Kosmopolit: Pure“ sollte ja schon vor langer, langer Zeit - über zwei Jahren um genau zu sein - rauskommen. Aus gesundheitlichen und vielen weiteren Gründen musste Sascha die Vollendung des Albums aber immer wieder rausschieben. Am Zwerchfell-Stand war vom Künstler jetzt aber persönlich zu erfahren, dass Story und Vorzeichnungen lange komplett sind und es keine weiteren zwei Jahre dauern soll, bis der Comic endlich erscheint. Wer Sascha etwas motivieren möchte, begibt sich ins Zwerchfell Verlags-Forum und tritt ihn in den-- äh, läßt ihm aufmunternde Worte zukommen.

Backstage Blues

Die Signiertische für die anwesenden Künstler muss man etwas suchen, denn sie befinden sich hinter der Bühne des Comic-Zentrums, wo man eigentlich faulenzende Azubis und heimlich ihre Flachmänner leerende Verlags-Mitarbeiter erwartet. Kein Problem ist das, wenn Zeichner wie Munuera Audienz halten - dem wären die Leute auch auf die Damentoilette gefolgt. Wenn aber weniger bekannte Nachwuchs-Künstler wie z.B. Sascha Hommer signieren, wäre es schön, wenn das Lauf-Publikum etwas mitbekommen hätte.

Unser Lehrer Dr. Dinter

Dass Stefan Dinter sich mit Jugendkultur auskennt, beweist er ja immer wieder mit seinen „Die Kleinen Mutterficker“-Comic Strips. Dass der Mann auch pädagogische Fähigkeiten hat, war vielen bisher eher unbekannt. Eine Gruppe Jugendlicher, die seinem launigen, mit Naomi Fearn co-gehaltenen Vortrag „Zwischen Trockenbrot und Luxusyacht“ gelauscht hatte, stellte sich danach aber überraschend als „seine Klasse“ vor. In Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart wird El Dintero nämlich auf Schulklassen losgelassen, um ihnen im Rahmen des Kunstunterrichts das Comic-Zeichnen beizubringen. Das Projekt mündete dann sogar in einer Präsentation auf ARTE - live von der Buchmesse. Den Schülern hat das Ganze nach eigener Aussage viel Spaß germacht. Klar, wer hätte nicht gerne einen Lehrer gehabt, der sich vorstellt mit „Ich heiße Dinter und zeichne kleine Mutterficker“?

Ping Pong

Kommen wir zum Sport: Beim zweiten TTTT, dem Tischtennis-Turnier des Todes, das am Freitag Nachmittag im Comic-Zentrum stattfand, gewann nach einigen recht witzigen Duellen letztendlich das Team vom Cartoon Kaufhaus gegen die Finalgegner vom Lappan Verlag. Kommentiert wurde das Turnier von „Strizz“- und „Mecki“-Zeichner Volker Reiche, der nichts unversucht ließ, um die Spieler mit markigen Sprüchen aus dem Konzept zu bringen. Die Sieger-Trophäe, die das glückliche Cartoon Kaufhaus-Team letztendlich hochhalten durfte, hatte übrigens „Superhasi“-Zeichner Mawil angefertigt, der das Turnier zusammen mit Flix organisiert hatte.



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Bericht vom: 08.10.2006 - 14:32
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Andreas Vllinger
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