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Specials Eventspecials Comic-Salon Erlangen 2018

Chinabooks präsentiert: „Der freie Vogel fliegt“
Mit "Der freie Vogel fliegt" hat der Verlag Chinabooks kürzlich erst beim Gratis Comic Tag teilgenommen und nun wurden beim Comic-Salon neben den ersten drei Bänden auch die Künstlerinnen Ageng und Jidi vorgestellt.

Ageng ist Professorin an einer Universität. Sie erzählte, dass circa 300-500 Studenten bei ihr Comickunst studieren. Der Markt in China muss für Comics folglich riesig sein. Hierzulande noch weitgehend unbekannt fahren die Bestseller in China Auflagen bis 700.000 Stück. Ab circa 30-50.000 Stück kann ein Künstler auch von seiner Arbeit leben. Jidi und Ageng fahren mitunter auch Millionenauflagen ein und gelten in China als Superstars.
Comics haben in China allgemein eine große Akzeptanz, denn bereits in der Grundschule fangen die Kleinen mit dem Leser der Werke an.

So auch Jidi, die von Anfang an gerne Comics von Ageng gelesen hat. Als sie sie bei einer Veranstaltung dann einmal getroffen hat, wurde beiden schnell klar, dass sie auf einer Wellenlänge liegen. Mittlerweile sind sie Freundinnen geworden und Jidi ist stolz darauf, dass Ageng ihren Comic gezeichnet hat.

Auf die Frage, welche Künstler sie geprägt hätten, betonten beide, dass die japanischen Mangas zu Beginn in ihrem Fokus standen. Während bei Ageng durch zahlreiche Reisen auch ins europäische Ausland viele Einflüsse hinzugekommen sind, erklärte Jidi, dass ihr Vater sehr sauer reagierte, wenn er sie mit Mangas erwischt hat. Als sie Zeichnerin wurde soll er getobt haben.
Der Druck, den ihre Familie aufbaute, spiegelt sich auch in ihrer Erzählung wider. Ausführlich berichtet sie davon, wie chinesische Kinder in der Familie und in der Schule beeinflusst werden.

Im weiteren Verlauf ging das Gespräch auf die Charaktere in dem Comic über. Die Moderatorin stellte Ageng und Jidi verschiedene Fragen zu den Hintergründen der Figuren, was für die Zuschauer aber etwas uninteressant war, da die Inhalte der Comics ja noch weitgehend unbekannt sind.

Abgesehen von der (verständlichen) Aufgeregtheit der Herausgeberin und Moderatorin Elisabeth Wolf zeigten Jidi und Ageng sich als sympathische Künstlerinnen, welche die Comicszene in China detailreich erklären konnten und einen tiefgehenden Einblick in ihre Comics gewährten.

Bei der Gesprächsrunde wurden zudem Exemplare der Comics herumgegeben und in einem kleinen Video Auszüge davon gezeigt.


Daten dieses Berichts
Bericht vom: 05.06.2018 - 08:10
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Christian Recklies
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