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Filterblasen in der Comic-Szene
Eine Landkarte der Comic-Szene sollte bei dieser Podiumsdiskussion unter Leitung von Lisa Schmidt gezeichnet werden. Dazu hatten Jeff Chi, Verena Maser, Lisa Rau und Sophie Schönhammer (aka Salamandra) auf der Bühne Platz genommen.

Jeff Chi, als Mitglied der Comic Solidarity, nannte bei einer kleinen Vorstellungsrunde unter anderem Flix als sein Vorbild. Bei seinen Comics setzt er stark auf das Thema Unterhaltung. Lisa Rau betonte zu Beginn, dass bei Ihr der Erzählfluss an sich funktionieren muss, und dass sie Webcomics bevorzugt. Wobei sie hier durchaus für verschiedene Stile offen ist.
Auf die Frage, was einen guten Comic überhaupt ausmacht, antwortetet Salamandra, das sie Wert auf eine gute Story legt, gute Zeichnungen alleine reichen nicht.

So entwickelte sich eine durchaus lebhafte Diskussion zwischen den Beteiligten, die durch die Moderatorin Rau mit der These, dass eine Trennung von Comic und Manga durch die verschiedenen Plattformen (Comicforum und Animexx) entstanden ist, noch befeuert wurde.
Hier nahm zwar die Interaktion zwischen allen Beteiligten merklich zu, doch schnell war erkennbar, dass die Diskussion zu keinem Abschluss kommen kann. Alle Beteiligten waren sich zwar im Kern einig, dass Comic und Manga zusammengeführt werden müssen. Wie dies aber geschehen soll und warum es erst zu dieser momentan vorhandenen Sackgasse kam, blieb strittig.

So wurde lange über die verschiedenen Plattformen für Comics im Netz und über die Sozialen Medien diskutiert. Die von Jeff Chi in den Raum gestellte Aussage, dass das Comicforum, wie eigentlich auch alle anderen Foren, tot sei, wurde von den anderen Podiumsteilnehmern gemischt aufgenommen. Während Lisa Rau über die Debattenkultur im Comicforum abgeschreckt wurde, so nannte Sophie Schönhammer das Comicforum dennoch eine Informationsquelle, gerade in Bezug auf Manga-Veröffentlichungen.
Bereits hier zeigten sich erste Filterblasen bei den Beteiligten und es wurde den Zuschauern mittlerweile klar, dass die Einschränkung Manga oder Comic, Foren oder Soz. Medien immer von der jeweiligen Person abhängt und nicht als großes vorgegebenes Ganzes gesehen werden kann.

Im weiteren Verlauf wurden die verschiedenen Anlaufstellen für Infos und für den Austausch diskutiert. Hier zeigte sich, dass gerade im Manga-Bereich momentan ein Umbruch stattfindet und die vielen verschiedenen Plattformen im Netz die Debattenkultur und die Organisation an sich erschweren.
In diesem Zuge wurde von Verena Maser der Gedanke ins Spiel gebracht, dass eine gemeinsame Plattform für alle Genre des Comics notwendig sei. Jeff Chi hingegen sinnierte darüber, warum zum Beispiel in der Comic Solidarity kaum die Sparte Manga vertreten ist, obwohl doch anhand der Altersstruktur alle Künstler auch mit Manga sozialisiert wurden sind. Ein wirklich guter Gedanke, der zeigt, dass dieses Thema sehr komplex ist und Lösungsansätze an der Basis ansetzen müssen. Hierzu äußerte er noch, dass Journalisten das Thema Manga mehr in den Fokus nehmen müssten und dass bei der Organisation von Gesprächsrunden und Veranstaltungen immer auf eine Mischung aller Comicstile geachtet werden sollte.

Mit leichtem Zeitverzug wurde die Runde anschließend beendet. Es gab eine wirklich sehenswerte Debatte zu dieser Thematik, die zwar stellenweise durch einseitige Sichtweisen geprägt war, aber im Kern ein Problem bearbeitete, für dessen Lösung, so ist man sich nun sicher, einige Ideen entwickelt wurden sind.



Daten dieses Berichts
Bericht vom: 05.06.2018 - 07:35
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Christian Recklies
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