SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 43 Events. Alle Events anzeigen...
Specials Eventspecials

ComFor: Eigenschaften des Zeichenblocks
Eines der Themen, die auf dem diesjährigen Comic-Salon im Fokus stehen, ist der Comicjournalismus. Auch die Gesellschaft für Comicforschung beschäftigt sich damit, unter anderem mit mehreren Vorträgen am Freitag.

Augusto Paim gab einen kurzen Überblick über den Einfluss von Werkzeugen auf die Arbeit eines Journalisten, und wo sich da der Zeichenblock einsortiert. Denn es wirkt sich durchaus auf das Ergebnis aus, womit der Reporter seiner Arbeit nachgeht. Auf einer mechanischen Schreibmaschine ohne Korrekturmöglichkeit tippt man anders als in einem Textverarbeitungsprogramm, wo man den Text beliebig nachträglich beliebig umbauen kann. Man kann nämlich quasi "mitdenken" und den Text während des Schreibens entwickeln. Auch bei Interviews macht es einen Unterschied, ob der Reporter immer wieder unterbrechen muss, um sich Notizen zu machen, oder ob er eine Aufzeichnung mitlaufen lässt.

Der Zeichenblock ist schon lange ein Werkzeug für die Pressearbeit. Vor dem Aufkommen der Fotografie gaben sogenannte "special artists" den Zeitungslesern einen Einblick in Schlachtfelder und andere wichtige Ereignisse. Aber auch die Entscheidung zwischen einem Foto und einem gezeichneten Bild hat ihre Auswirkungen: Ein gezeichnetes Bild ist offensichtlich subjektiv, eine Auswahl, vom "Auge des Zeichners" geprägt. Ein Foto enthält diese Subjektivität auch, macht das aber nicht so deutlich.

Wir haben Augusto Paims Vortrag mit der Kamera begleitet (hoffentlich, ohne ihn negativ zu beeinflussen). Wenn die Kollegen vom Schnitt das Material aufgearbeitet haben, könnt Ihr den Film in unserer Berichterstattung sehen.

Daten dieses Berichts
Bericht vom: 01.06.2018 - 19:20
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Henning Kockerbeck
«« Der vorhergehende Bericht
Rotopol präsentiert: Thomas Wellmann â Nika, Lotte, Mangold!
Der nächste Bericht »»
ComFor: Dokumentation als Geste