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Wenn mal Schluss ist...
Endlich zu Hause, endlich die Füsse gemütlich in ein heisses Wasserbad legen. Endlich keine Messe mehr direkt vor der Nase. Das Leben kann richtig schön sein.

Der Sonntag war einfach nur noch übervoll. Am Ehapa-Stand war überhaupt kein Durchkommen mehr, denn Alexandra Neldel aus der Serie "Verliebt in Berlin" signierte. Und bei diesem dichten Gedränge können einen schon mal die Aggressionen packen, wenn der Vordermann auf einmal stehen bleibt und nicht mehr weitergeht - und dies die einzige Stelle ist, wo sich noch was bewegt. In Sachen Sicherheit durfte an der Stelle jedenfalls kein Feuer ausbrechen oder ähnliches passieren. Das wäre mit Toten geendet. Grausig. So ist die Buchmesse dann schon nicht mehr schön.

Auch sehr voll war es im Signierbereich im Comiczentrum. In diesem Jahr so platziert, dass man hinter der Bühne anstehen mußte. Dadurch war der komplette Gang als Anstehfläche ausgewiesen und somit die Situation etwas entspannter. Aber die Feuerwehr hatte laut Wolle Strzyz doch so ihre Bedenken und liess die dort sitzenden Menschen auch mal zwischendurch entfernen. Das ging dann mal zehn Minuten gut und dann saßen wieder viele an der Wand. Gefährlich, aber verständlich. Denn jedem Besucher werden mal die Beine schwer.

Grauslig voll war es auch bei den verschiedenen Terminen im Comiczentrum. Und entsprechend chaotisch. Wer da einen Sitzplatz auf den Gymnastikbällen erwischt hatte, war mehr als froh. Das Programm war indes interessant und abwechslungsreich. Besonders angetan war ich persönlich von der Vorstellung von Priest, einem Manga, den ich mir selbst dann doch mal holen werde - selten bei mir, denn mit den meisten Mangas - oder in dem Fall Manwha kann ich nicht so furchtbar viel anfangen. Aber hier scheinen Zeichnung und Geschichte richtig meinen Geschmack zu treffen.

Zurück ging es per Flugzeug - der Gabelflug, wer das nicht mehr weiss, kann es hier nachlesen - und da muß ich doch mal ganz klar der Lufthansa den Preis für die dümmste Aktion des Tages verleihen. Eine Handgepäckkontrolle ist ja vollkommen normal. Hat man auch nichts gegen einzuwenden und lässt es über sich ergehen - obwohl es mich mal interessiert hatte, warum mein Rechner extra gescannt wurde und ich ihn herausnehmen mußte. Offensichtlich gibt es sonst Überlagerungen im Scanner, der dann verwirrt wird. Nun gut, wieder etwas dazu gelernt. Doch zurück zum Thema.

Gate A 64 sollte ich, mußte ich. An sich bereits ein langer Weg, denn dies ist am äußersten Ende des A-Bereiches. Doch kurz vor Gate 58 dann die Überraschung: Eine zweite Kontrolle. Eine zweite Kontrolle? Äh ja wie, was soll ich denn bitte innerhalb von 200 Metern neues in meine Tasche geschmuggelt haben, das nicht in Ordnung sein könnte? Jetzt wäre das vielleicht nur ärgerlich, wenn man nicht geschlagene 20 Minuten (!) in der Schlange stehen müßte. Es ist ja klar, daß die händische Untersuchung mit Handscannern deutlich länger dauert, als mit einem Scanportal, durch das man schreitet. Wäre ich nicht gerade sowieso 25 Minuten vor dem Boarding eingetroffen, wäre es knapp geworden. Doch nun der größte Witz bei der Sache: Das Ganze wurde gemacht, weil an den Nachbargates (A 58 - A 63) Flugzeuge in die USA starten.

So, liebe Lufthansa. Ich will nach Zürich. Was zum Donnerwetter interessiert mich da in dem Moment die Paranoia der Vereinigten Staaten von Amerika? Herzlich wenig. Ich will zu meinem Flug. Ich will mir 20 Minuten vorher mal die Füsse ausruhen, die von der Buchmesse mehr als lädiert waren. Ich will nicht doppelt gechecked werden! Legt doch einfach den Flug ein paar Gates vorne dran. Sollen doch die US-Reisenden diese Tortur über sich ergehen lassen. Aber doch nicht die inner-europäischen.

Also um es klar zu machen: Auf der Boarding-Karte stand, dass man um 16:45 bei Gate A 64 sein sollte. Da kann man aber in sagen wir 10 Minuten vom Checkin-Schalter bis zum Gate brauchen. So lange ist ungefähr der normale Fußweg. Aber dann gibt es die zweite Kontrolle, von der man noch nicht einmal VORHER etwas erfährt. Und dann kann man auch mal ganz dumm da stehen und wegen dieser Kontrolle den Flieger verpassen. Macht das Sinn? In meinen Augen nicht. Eine bessere Planung und Information der Fluggäste würde helfen. Und vielleicht Personenschleusen und nicht Handscanner.

Ach ja: Mein Fotoapparat wurde auf Sprengstoff untersucht. Das wiederum war interessant. Technisch gesehen. Der Rest ist Schweigen.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Jahr.


Daten dieses Berichts
Bericht vom: 23.10.2005 - 21:28
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Bernd Glasstetter
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