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Wir sind für die Willkommenskultur
Ein Gespräch mit Sandra Strauss von Glücklicher Montag hat mich aufgerüttelt. Eigentlich wollten wir uns "nur" über einen Interviewtermin mit Schwarwel unterhalten und es wurde ein Gespräch über unsere Willkommens-Kultur und über die Art, wie manche in der Bevölkerung mit den Flüchtlingen umgehen.

Ich möchte mich hier klar positionieren. Ich begrüße ganz klar, dass wir Flüchtlinge aufnehmen, die wegen Krieg, Angst und Terror ihre Heimat verlassen haben. Wir können und müssen diesen Menschen helfen. Wir haben die moralische und die geschichtliche Verpflichtung dafür.

Während des zweiten Weltkriegs war Deutschland der Aggressor schlechthin. Wir haben Millionen getötet, wir sind für einen Weltenbrand ohne Gleichen verantwortlich gewesen. Es ist vollkommen nebensächlich, dass die Meisten aus dieser Generation inzwischen tot sind. Es ist Teil unserer Geschichte und unseres Wertekatalogs. Wir müssen akzeptieren, dass weltweit die Menschen immernoch im Hinterkopf haben, dass wir die Bösen sind.

Es ist eine historische Chance genau dieses Weltbild zurecht zu rücken. Uns in die Tradition der großen deutschen Humanisten zu stellen und ganz klar zu sagen, dass dieser Teil unserer Geschichte wichtig ist. Dass wir uns nach diesem Teil unserer Geschichte orientieren wollen. Deutschland war und ist ein Land der Gelehrten, der intelligenten Menschen, derer, die die Willkommenskultur bereit sind zu pflegen.

Lasst uns gemeinsam dem rechten Mob entgegen treten, der so lautstark ist, dass der Eindruck entstehen könnte, wir Deutschen würden nur noch aus Legida, Pegida, Horst Seehofer und Anhängern der AfD bestehen. Die sind die Minderheit, die sind nicht das Volk, auch wenn sie es gerne immer behaupten. Lasst uns genauso lautstark sein und ihnen entgegen rufen, dass wir uns um die Flüchtlinge kümmern müssen und werden.

Ein Fokus unserer Berichterstattung aus Erlangen wird auf dem Thema Flüchtlingen liegen. Mit Schwarwel beispielsweise - um den Bogen zurück zu bekommen - werden wir uns auch und vor allem über dieses Thema unterhalten, das auch in seinem Film "Leipzig von oben" klarer Grundtenor ist. Und wir sind froh, dass das Programm des Comic-Salons dieses Thema auch auf breiter Fläche aufgreift.


Daten dieses Berichts
Bericht vom: 22.05.2016 - 11:58
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Bernd Glasstetter
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Schwarwel auf dem Salon 2016