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Webcomics - Film

Innerhalb kürzester Zeit hat sich die Comic Solidarity zu einer festen Größe auf den verschiedenen Comicveranstaltungen entwickelt. Auch auf dem diesjährigen Comicfestival ist sie wieder vertreten, unter anderem mit einer Veranstaltung zum Thema Webcomics. Lukas Wilde und Björn Hammel berichteten aus der Geschichte des Webcomics, wagten sich an eine Typologie und fragten, welche digitalen Impulse für die Zukunft das digitale Publizieren noch liefern könnte.

Die Geschichte der Webcomics ist ein gar nicht so einfaches Forschungsfeld. Denn das Internet hat bekanntlich nicht so etwas wie ein zentrales Verzeichnis. Was nicht (oder nicht mehr) online ist, ist im Zweifel einfach weg. Und auch Archive wie archive.org speichern frühere Versionen von Websites oft ohne Bilder, was für die Webcomic-Forschung ein Problem darstellt. Ein guter Kandidat für den Titel des ersten online veröffentlichten Comics überhaupt könnte jedoch Millikins "Witches and Stiches" sein. Das begann im Jahre 1985, noch vor der Erfindung des WWW, das heute oft mit dem Internet als Ganzem synonym gesetzt wird. Ein anderer sehr früher Vertreter ist David Farleys "Doctor Fun" von 1993. Später entwickelten sich Comicportale wie Big Panda oder Keenspot. Auch spätere Perioden in der Entwicklung des Netzes, wie die Dot Com-Blase, das vielzitierte Web 2.0 oder das Aufkommen von Smartphones und Tablets, hatten und haben ihre Einflüsse auf Webcomics.

Zu den neuesten Einflüssen gehören Infografiken wie Venn- oder Balkendiagramme, die immer öfter auch als Ausdrucksmittel in Webcomics verwendet werden. Dank der Tablets kommt das Hochformat zurück, nachdem früher manche regelrecht postulierten, ein Webcomic sei grundsätzlich im Querformat. Andere aktuelle Entwicklungen sind das Sharen oder Remixen von Comics, wenn beispielsweise ein Zeichner Figuren vorgibt, die andere per Copy & Paste zu neuen Geschichten zusammensetzen können. Die heutigen technischen Möglichkeiten bieten auch neue gestalterische Möglichkeiten, etwa für animierte oder interaktive Comics. Ein Klick kann darüber entscheiden, auf welchem von mehreren Wegen die Erzählung weitergeht.

Bei der Typologie war die Ausgangsfrage, was kann ein Webcomics, was ein Printcomic nicht kann? Konventionelle Webcomics könnten im Prinzip genauso auch im Print erscheinen. Adaptive Webcomics erweitern die erzählerischen Möglichkeiten ebenfalls nicht, passen sich aber dem Ausgabeformat an, etwa indem die Begrenzung der Zeichenfläche weitgehend aufgehoben wird (infinite canvas) oder durch eine Darstellung Panel für Panel. Andere Typen sind beispielsweise interaktive oder multimediale Webcomics.

Was darüber hinaus zum Beispiel hypertextuelle Webcomics sind, worin der Unterschied zwischen Interaktion und Interaktivität besteht oder was Blogs mit all dem zu tun haben, könnt Ihr in unserem Filmmitschnitt von dieser Veranstaltung erfahren.



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Bericht vom: 10.06.2015 - 15:31
Kategorie: Filmmitschnitte
Autor dieses Berichts: Bernd Glasstetter
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