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Comic und Kulturförderung in Deutschland

Auch wenn es gelegentlich Rückfälle in "alles Kinderkram" oder "jugendgefährdender Schund" gibt - dass Comics künstlerisch und kulturell wertvoll sein können, kann mittlerweile als allgemein akzeptiert gelten. Aber den gleichen Stellenwert wie beispielsweise Literatur hat die Neunte Kunst noch nicht. Sollten, um das zu ändern, auch Comics aus den Fleischtöpfen der öffentlichen Kulturförderung gepäppelt werden?


Über dieses Thema unterhielten sich die beiden Künstler Flix und Aisha Franz sowie Jens Meinrenken vom gerade gegründeten Deutschen Comicverein, Ulrich Schreiber vom Internationalen Literaturfestival Berlin und Johann Ulrich vom avant Verlag. Moderiert wurde das Podium von Lars von Törne vom Tagesspiegel.


Weitgehend einig waren sich die Teilnehmer darüber, dass der Comic der Förderung bedarf und sie auch verdient hat. Die meisten richteten ihr Augenmerk dabei vor allem auf etwas, das man die "Angebotsseite" nennen könnte: Förderung für die Künstler, damit sie während der Arbeit an ihren Comics auch die Miete bezahlen können. Förderung für die Verlage, die damit auch betriebswirtschaftlich eher hoffnungslose, aber kulturell wertvolle Comics produzieren können.


Flix brachte zusätzlich die Nachfrageseite ins Gespräch. Dabei handelte er sich den Widerspruch mehr oder weniger des restlichen Podiums ein, obwohl man vermuten könnte, dass sie Flix' Argumente dabei etwas missverstanden haben. Der Berliner Zeichner sprach sich dafür aus, auch den Zugang der potentiellen Leser zu Comics zu fördern, beispielsweise durch die Unterstützung von Bibliotheken, Leseräumen oder Ausstellungen.


Eine prominente Rolle in der Diskussion spielte auch das Deutsche Comic-Institut, das der gerade gegründete Deutsche Comicverein zu etablieren sucht. Das soll nicht nur selbst direkt den Comic unterstützen, etwa durch Ausstellungen und Forschung, sondern auch als Kompetenzzentrum dienen. Denn darin war sich das Podium weitgehend einig, es fehlt an kompetenten Ansprechpartnern für die Welt außerhalb der Comicszene: Wenn beispielsweise der Bürgermeister einer Gemeinde "etwas mit Comics" machen will, aber nichts von der Neunten Kunst versteht, wenn ruft er da an? Das geplante Institut soll diese Rolle übernehmen.


Wir haben das Gespräch mit der Kamera begleitet und zeigen hier den Videomitschnitt.



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Bericht vom: 29.06.2014 - 15:58
Kategorie: Filmmitschnitte
Autor dieses Berichts: Henning Kockerbeck
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