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Kaum weg, schon wieder da
Also es ist ja schon ein Marathon, den wir da auf uns nehmen. Erst die Comic Action, dann die Buchmesse. Irgendwann kriecht man auf dem Zahnfleisch. Kein Wunder also, daß so mancher Verlag sich eben nicht mehr für einen Auftritt auf beiden Messen entscheidet, sondern selektiert.

So haben einige der Kleinverlage aufgrund der fehlenden Verkaufsmöglichkeit direkt am Stand in Frankfurt die Segel gestrichen und gehen eher zur Comic Action - wo auch die Standmiete günstiger und somit der Break Even weniger weit entfernt ist. Die großen Verlage sehen aber aufgrund des Fachpublikums, das an den Tagen vor den Besuchertagen, eintrifft, eine bessere Möglichkeit, um die eigenen Geschäfte voranzutreiben. So wird in Frankfurt eben nicht das Geld mit Verkauf gemacht, sondern mit dem Handel von Lizenzen und mit Kontakt- und Imagepflege.

Natürlich machen bei den großen Verlagen auch die Besuchermengen einen Ausschlag. Besonders Carlsen und Ehapa, die auch ein Buchprogramm neben dem Comicprogramm betreiben, profitieren von den Synergien, die auf der Frankfurter Buchmesse auftauchen und die es bei der Comic Action nicht gibt - sind die großen Verlage selten im Spielebereich tätig.

Jede Messe hat ihre Vorzüge. Die Comic Action kann als Verkaufsmesse angesehen werden, die Buchmesse als Imagemesse. Jeder Verlag entscheidet für sich, was für ihn wichtiger ist und wo er größer oder überhaupt auftreten will. Natürlich ist dann das Publikum unter Umständen enttäuscht, wenn es den Verlag auf der einen oder der anderen Messe nicht antrifft. Aber man sollte auch die Motivationen und die Entscheidungsfindungen mit in Betracht ziehen. Und nur die geben den Ausschlag. Mit den Besucherzahlen hat dies indess nicht viel zu tun. Sowohl Spiel als auch Buchmesse ziehen die Besucher in Massen an. Es ist einfach nur die Frage, wo man seine Geschäfte besser unterstützt und gefördert sieht.

Und natürlich noch die Frage, ob man sich zwei Wochen Messe leisten kann und will - und es körperlich durchhält. Nicht umsonst gibt es das geflügelte Wort der Messe-Krankheit. Die äußert sich meist in langwierigen Erkältungen. Messehallen sind traditionell zugig. Pullover oder dick Jacke helfen nicht viel, wenn man mit Pullover schwitzt wie ein Stier und ohne friert wie am Nordpol. Traditionell ist daher der Krankenstand nach Messen immer ein wenig höher. Und dann werden aus zwei Wochen auch schon einmal drei Wochen - wirklich viel Zeit.

Wir von den Splashpages haben unser Team deswegen auch etwas aufgeteilt. Während in Essen Stefan Otersen, Stefanie Urbig, Andreas Völlinger, Michael Waniek, Jan Wulf und meiner einer dabei waren, sind es in Frankfurt einige Mitarbeiter der Splashbooks, darunter Henning Kockerbeck und Jano Rohleder. Ich bin dann ab Freitag auch wieder von der Partie, aber wenigstens gibt es keinen Stand zu organisieren und zu besetzen. Alleine die Berichterstattung wird aber auch wieder erhebliche Kräfte binden. Und Material produzieren. In diesem Jahr erstmals auf zwei Sites. Splashbooks wird über den Buchteil berichten. Splashcomics über die Faszination Comics - natürlich mit Filmmitschnitten der Sondermann-Preisverleihung und der Veranstaltungen mit Albert Uderzo.

Freut Euch also auf den zweiten Teil unserer großen Messespecials im Oktober. Wir tun es!


Daten dieses Berichts
Bericht vom: 17.10.2005 - 13:39
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Bernd Glasstetter
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