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Vorgestellt: Martin Frei

Das Plakatmotiv für den Gratis Comic Tag 2013 ist nicht das einzige Werk von Martin Frei, das der Comicleser in diesem Frühjahr zu Gesicht bekommt. Denn schon letztes Jahr -auf dem spanischen Torroella de Montgrí Comic Festival- gewann der Autor und Zeichner den zweiten Platz beim 1st International Comic Award mit seinem Albenprojekt "Lanternjack", das daraufhin in Spanien veröffentlicht wurde.

Und dieser Fantasycomic aus der irischen Mythologie, der die Entstehung von Halloween beleuchtet, liegt ab April endlich auch in Deutsch bei Panini Comics vor!

Bereits im Februar 2013 erscheint im amerikanischen Heavy Metal (Ausgabe #261)  Freis fünfseitiger Kurzcomic »Star Bride« nach einer Story von Bernd Frenz, der Romane wie »Bannkrieger« oder »Das Blut der Nibelungen« verfasst hat.

Nicht zu vergessen: Freis Zeichnungen sind derzeit auch im Magazin eines gewissen Alfred E. Neumann ...

Rückblende: die Anfänge

Geboren wurde Frei 1964 in Stuttgart, wo er als Comiczeichner und Illustrator arbeitet. Seit 1984 veröffentlicht er Comics, die zuerst in Fanzines wie "Zebra" oder "Algier 1937" herauskamen. Seine stilistische Bandbreite hat sich seitdem stark erweitert; heute arbeitet er realistisch, karikierend oder auch funny.

Martin Freis erstes Album "Radiopolis-Strahlende Stadt" kam 1988 noch im All-Verlag heraus, einem engagierten Kleinverlag aus der Fanszene. Doch schon seine Tatort-Adaption "Schimanski, Zweierlei Blut" (in Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor Fred Breinersdorfer) fand in der Ehapa Comic Collection ihre verlegerische Heimat.

Zwischen Kafka und Superheroes

Zu Freis wichtigsten Comic-Alben gehört der dreibändige Science-Fiction "Gregor Ka" (comicplus+), ein in einem totalitären Deutschland der nahen Zukunft spielender kafkaesker Mystery-thriller. Ein völlig anderes Umfeld liefert "Asanghia", ein Fantasy-oneshot,  der bei Epsilon erschienen ist.

Die Superheldenparodie "Superbabe" (Carlsen Comics) war Freis erstes umfangreiches Funnyprojekt. Und auch heute noch zeichnet er im Funnystil regelmäßig für das bekannte Satiremagazin MAD Beiträge nach eigenen Texten, sowie mit Thomas Milse als Autor den "Promi-Newsflash"; Seitenhiebe auf A- bis D-Promis.

Bei Gringo-Comics erschienen seine Hefte "Kurzer Prozess" 1, 2 und 7, die Arbeiten aus frühen Fanzine-tagen neu präsentierten, sowie die "Superbabe" Hefte 1-3, die Fortsetzung des Carlsen-Albums.

Krimi in neuem Stil

Der bei Gringo publizierte Krimi-Comic "Kommissar Eisele" mit den Bänden "Kripo Stuttgart", "SOKO 0711" und "Die Wilhelmafalle" ist im semi-funny Stil gezeichnet; stilisierte Figuren agieren vor fast fotorealistischen Hintergründen. In diesem Regionalkrimi werden die Mordfälle in Freis Heimatstadt gelöst. Stuttgart bekommt so in detailverliebten Stadtansichten ein dreibändiges Comic-Denkmal.

Aber auch in eher comicszenefremden Bereichen ist der Zeichner tätig:

Sport:

Für den Fußballverein VfB Stuttgart, erschuf Martin Frei bereits 1992 das Krokodil Fritzle, das mittlerweile "beliebteste Maskottchen der Bundesliga". Seit dem gestaltet er zu jedem VfB-Heimspiel für die Stadionzeitung einen Fritzle-Comicstrip.

Belletristik:

Die 15-seitige Comic-Kurzgeschichte "Schnee" nach der gleichnamigen Erzählung des Autors Ferdinand von Schirach wurde von Frei nach einem Skript von Anne Delseit gezeichnet und danach von Nina Nowacki getuscht und koloriert. Das gleiche Team sorgte dann auch für die Illustrationen zu Schirachs Kurzgeschichte "Der Bäcker".

Theater:

In einer sowohl von der Kritik als auch vom Publikum hochgelobten Theaterproduktion  des Jungen Ensemble Stuttgart fanden Freis Zeichnungen den Weg auf die Bühne; als eigens für das Stück "Superhero" (nach Anthony McCarten) angefertigte, in Übergröße projizierte Comicpanels, die so Teil einer multimedialen Inszenierung unter der Regie von Frank Hörner wurden.

Zu den Sternen:

Ein neues Betätigungsfeld für Frei ist die digitale Malerei mit Photoshop: für die deutschsprachigen Star Trek-Romane des Cross Cult Verlags malt und gestaltet er seit einigen Jahren die Coverillustrationen.

Zuletzt versah er auch das im gleichen Verlag  erschienene Ratgeber-Buch „Sorge dich nicht, beame! Besser leben mit Star Wars und Star Trek“ von Andrea Bottlinger und Christian Humberg mit zahlreichen Zeichnungen. An deren Zeichenstil ist unschwer zu erkennen: hier war ein MAD-Zeichner am Werk!

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Daten dieses Berichts
Bericht vom: 11.04.2013 - 00:10
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Bernd Glasstetter
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