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Specials Eventspecials

Die Ausstellungen 2013 - Teil 2
Wir hatten Euch bereits einmal über die anstehenden Ausstellungen informiert. Diesen Bericht könnt Ihr hier noch einmal nachlesen. Jetzt geht es zum Teil 2 der Ausstellungen, also den Ausstellungen, die neu hinzugekommen sind bzw. konkretisiert wurden.

Underground-Comix - die Transformation von Comics zu Comix von Denis Kitchen
Egal was Euch Eure Eltern gesagt haben, Comics sind kein Schund. Manchmal sind sie geschmacklos oder gewalttätig, häufig nicht komisch, ja, aber sie können auch gestochen scharf, provokativ und randvoll mit frischen Sprüchen und Ideen sein. (Sorry, Mom).

Im Gegensatz zu dem, was Pop-Kultur-Historiker gerne behaupten, haben Comics nicht in den 1890er Jahren mit Yellow Kid oder Little Nemo begonnen. Als kunstbezogene Geschichtenerzählung, geht das Medium Comic zurück auf die griechischen und römischen Fresken, die ägyptischen Hieroglyphen und die Wandmalerei in der Höhle von Lascaux. Auch die Comix, mit diesem hippen “x”, fingen nicht einfach aus dem nichts im Jahr 1968 mit Zap Comix Nr. 1 oder den Fabulous Furry Freak Brothers an. Wie bei so vielen anderen Kunstformen, ist die Entwicklung von Comics und Underground-Comix ein langer, komplexer und ernsthafter Prozeß.

Als Teilmenge des Comic-Genre, sind Underground Comix in der Tat ein Produkt der sechziger Jahre. Wie eine neue Lebensform, tauchten sie in einem Jahrzehnt der sozialen und politischen Unruhen auf, inmitten von sich wandelnden gesellschaftlichen und kulturellen Normen. Zuerst kamen die alternativen oder Untergrund-Zeitungen. Die Redaktion der Los Angeles Free Press, San Francisco Oracle, des East Village Other und Tausende von ähnlichen Zeitungen schufen einen frei schwingenden journalistischen Stil kombiniert mit einem starken visuellen Sinn. Das zog eine kleine Armee von Künstlern nach sich, deren wilde Grafiken und umwerfende Satire auf den Zeitungsseiten explodierte, aber auch auf Konzertpostern, Broschüren, T-Shirts und in Comic-Heften. Von San Francisco bis Boston, von Milwaukee nach Austin, die Künstler und Redakteure des Untergrunds begannen fröhlich mit dem Aufbau einer Bewegung. Einer neuen Kultur, die die Werte der jungen Amerikanern hoch hielt: sex, drugs und rock’n'roll. Mehr zu dieser Ausstellung findet sich auf der Website des Comicfestivals.

Neu: Toleranz / Gramic Award
"Toleranz bedeutet Respekt, Akzeptanz und Anerkennung der Kulturen unserer Welt, unserer Ausdrucksformen und Gestaltungsweisen unseres Menschseins in all ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt." So lautet der erste Artikel der UNESCO-Erklärung. Doch wie sieht Gewissensfreiheit heute aus? Ist eine gewaltlose Auseinandersetzung möglich? Wie steht es um die Menschenrechte in unserer Gesellschaft? Wo begegnen wir in unserem Alltag Toleranz?

In der St. Markuskirche in München (Gabelsbergerstraße 6, 80333 München-Maxvorstadt) werden internationale Künstler vorgestellt, die mit ihren Comics und Graphic Novels deutlich Position beziehen zum Thema Toleranz.

Anlass der Ausstellung über Toleranz ist die Verleihung des Gramic Award. Dieser Preis in Höhe von 5.000 Euro wurde 2013 vom Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. ins Leben gerufen.

Der Comic-Wettbewerb ist Teil der Lutherdekade, die 2013 unter dem Thema "Reformation und Toleranz”" steht. Er erinnert an den 31. Oktober 1517, als Martin Luther 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasses veröffentlichte. Luther war der Überzeugung, dass Glaube und Gewissen grundsätzlich frei sind. Der berühmte Thesenanschlag Luthers an die Tür der Wittenberger Schlosskirche gilt als Beginn der Reformation. Diese Tat löste eine weltweite Bewegung aus, die die Menschen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa und Amerika nachhaltig beeinflusste und weltweit Spuren hinterließ.

Weitere Informationen:

www.gramic.de




Daten dieses Berichts
Bericht vom: 10.03.2013 - 14:49
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Bernd Glasstetter
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