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Achdé: Der neue Zeichner von Lucky Luke
Lucky Lukes neuer Zeichner war zu Gast auf der Buchmesse, der Franzose Achdé, und hat ein paar Panels aus dem neu anstehenden Lucky Luke Album mitgebracht, das endlich  mal wieder von den Daltons handeln wird. Erstaunlicherweise werden die Daltons diesmal getrennt, also jeder für sich, agieren, da sie einen Wettbewerb machen, um zu klären, wer die Brüder anführen soll: Wer von den Daltons zuerst, mit welchen Mitteln auch immer, eine Million Dollar zusammenrafft, hat gewonnen. Das stellte Achdé vor die Aufgabe, die einzelnen Daltons unterscheidbar zu machen wenn sie nicht nebeneinander stehen und man somit keinen passenden Größenvergleich hat. Auch ist es ja so, dass die meisten Leute wirklich nur Joe und Averell kennen. (Ein Test: Wie heißen die mittleren beiden Brüder? Auflösung unten!) Wir werden uns also überraschen lassen können, wie Achdé das Problem löst.

Achdé hat erzählt, dass er besonderes Vergnügen daran hat, Idioten darzustellen, diesen Funken absurder Idiotie herauszuarbeiten. Darum zeichnet er am allerliebsten Rantanplan, aber auch eben die Daltons (denn dann fühle er sich selbst intelligenter, scherzte Achdé gutgelaunt).
Das Schreiben der Texte übernimmt Achdé nicht, dafür sind im Moment zwei Autoren zuständig. Das Ganze läuft so ab: Zuerst kommen die Autoren mit einer Idee, die an die Verleger geschickt wird, danach wird ein Drehbuch für den Verlag gemacht und mit Achdé wird dann überlegt, ob sich das realisieren lässt. Ein Problem ist dabei, laut Achdé, dass Romanautoren immer zu viel Text produzieren. Ein weiteres Problem, mit dem Achdé sich beschäftigen muss, ist die Seiteneinteilung. In diesem konkreten Fall springt die Handlung zwischen den einzelnen Daltons hin und her, so dass die einzelnen Abschnitte immer auf eine oder zwei Seiten passen müssen, um nicht für Verwirrung zu sorgen.

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Achdé hat den ursprünglichen Zeichner der Serie, Morris, noch kennengelernt. Er hat einmal für eine „Hommage á Morris“ eine vierseitige Story geschrieben, die Morris gut gefallen hat. Er hat Achdé gebeten, Rantanplan zu zeichnen, und das fand er so gut, dass er Achdé als Nachfolger für seinen Comic auserkoren hat. Achdé hat übrigens auch „Lucky Kid“ gezeichnet, hat er uns erzählt. Dabei handelt es sich um Kindergeschichten mit einem jungen Lucky Luke, für Kinder von etwa 6-10 Jahren.

Achdés Künstlername setzt sich aus seinen Initialen zusammen: Sein richtiger Name ist Hervé Darmenton. Die Übereinstimmung mit einem anderen bekannten frankobelgischen Comiczeichner ist wohl eher zufällig: Auch Tim und Struppis Hergé hat seinen Künstlernamen aus seinen Initialen R.G. zusammengesetzt, aber Achdé hat erwähnt, dass er kein Fan von Hergé und Tim und Struppi ist: Die Geschichten wären zwar sehr gut, aber der Stil gefalle ihm nicht, diese klare Linie – er mag es lieber actionreich und rasant.

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Die letzte Frage an Achdé war, ob er Lucky Luke lieber mit einer Zigarette im Mund zeichnen würde, so wie er früher immer dargestellt wurde, aber Lucky Luke ist ja seit 1982 Nichtraucher. Achdé legt aber keinen Wert auf die Zigarette, der Grashalm im Mund ist auch okay.

Zuguterletzt, die Auflösung der Frage: Die beiden mittleren Daltons heißen William und Jack, wobei William meistens der kleinere der beiden ist.


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Bericht vom: 14.10.2012 - 19:07
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Skrollan Kannengieer
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