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Künstlergespräch mit Charles Burns

Spätestens seit seinem Opus Magnus "Black Hole" ist sein Name auch außerhalb der USA bekannt. Charles Burns zeichnet Comics mit düsterer, teilweise regelrecht verstörender, aber immer faszinierender Atmosphäre. Lars von Törne sprach auf dem Comic-Salon mit dem Künstler.

An Albträumen, meinte Burns in diesem Gespräch unter anderem, leide er auch nicht mehr als andere Menschen, aber er wende seinen Träumen allgemein mehr Aufmerksamkeit zu. Crime- und Horrorcomics, die ja oft ebenfalls mit Schockeffekten arbeiten, waren während seiner Kindheit in den USA so verpönt, dass er sie praktisch überhaupt nicht erlebt hat. Aber sein Vater war ein Fan klassischer amerikanischer Zeitungsstrips, diese gab es also im Hause Burns. So bekam der kleine Charles, noch bevor er lesen konnte, unter anderem Reprints alter MAD-Magazine in die Hand. Und weil er den Text nicht lesen konnte, dachte er sich eigene Geschichten zu den Bildern aus. Einer der ersten Comics, die ihm sein Vater direkt gab, war eine US-Ausgabe von Tintin. Das sieht man einigen seiner Werke bis heute an, besonders mit seinen aktuellen Comics kommt er wieder auf das Gefühl von damals zurück.

Er ist der Meinung, Künstler sollten ihre Werke nicht selbst analysieren, das nimmt dem Leser das Vergnügen, seine eigene Bedeutung im Comic zu finden. Er selbst ist beim Schreiben mehr an den aufgeworfenen Fragen interessiert als an den dazugehörigen Antworten. Entsprechend versucht er am Ende seiner Geschichten alle Handlungsfäden sinnvoll zu verknüpfen, aber nicht zwangsläufig alles zu erklären.

Was Charles Burns noch zu sagen hatte, könnt Ihr unserem Filmmitschnitt des Künstlergespräch sehen. Den bereiten die Kollegen im Moment vor, und wir werden ihn bald hier einfügen.



Daten dieses Berichts
Bericht vom: 09.06.2012 - 15:47
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Henning Kockerbeck
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