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Auslieferung der Mecki-Neuauflage zeitweise gestoppt |
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Ein Artikel von Stefan Pannor in der Frankfurter Rundschau scheint der Anlass gewesen zu sein, warum die Neuauflage von Mecki beim Esslinger Verlag für einige Tage nicht weiter ausgeliefert wurde.
Der hatte in seinem Artikel mit dem Titel „Zigeuner aus ‚Lausedonien’“ unter anderem geschrieben: „Als der Igel und seine Frau den Schurken Schofel verfolgen, gelangen sie in einen vor allem von Zigeunern bevölkerten Landstrich, "Lausedonien" genannt. "Hast du das Huhn gestohlen?", fragt Mecki einen zerlumpten Jungen. Das ist zwar nicht der Fall. Aber Ordnung muss schließlich sein.“
In der gedruckten Ausgabe war nun ausgerechnet Stefan Pannors Artikel mit einem Artikel über eine Wallfahrt kombiniert worden, die vor allem für Sinti und Roma wichtig war. Und so wurde von dieser Bevölkerungsgruppe eben auch der Mecki-Artikel gesehen und gelesen und dort vor allem der Begriff „Zigeuner“, der negativ belegt ist und meist eben für Sinti und Roma verwendet wird, im Zusammenhang mit Mecki entdeckt.
Der Zentralrat der deutschen Sinti und Roma schrieb daraufhin den Esslinger Verlag an. Zentrale Aussage in dem Brief: „Es ist nicht nachvollziehbar, daß die Werke der von den Nazis hochdekorierten Autoren heute noch unkommentiert nachgedruckt und als bunte Kinderbücher in Umlauf gebracht werden. Wie sollen wir von den Schulen verlangen, zur Humanität und zum Antirassismus zu erziehen, wenn wir zugleich erlaubten, dass in Büchern herabsetzende und entwürdigende Vorurteile über Sinti und Roma und Juden verbreitet werden.“ Man forderte den Verlag dazu auf die Nachdrucke vom Markt zu nehmen.
Der Esslinger Verlag nahm dieses Anschreiben ernst und nahm für kurze Zeit den ersten Mecki-Band aus dem Vertrieb. Dies wurde uns bei einer telefonischen Nachfrage von der Pressesprecherin des Verlags bestätigt. Zeit genug, um einen Beileger zu produzieren, den wir hier zum Download anbieten. Darin wird explizit darauf hingewiesen, dass die Mecki-Comics „ein zeithistorisches Reprintdokument“ sind, „das im Kontext der 50er Jahre zu verstehen ist und nicht in die Kategorie des modernen Kinderbuchs eingeordnet werden darf“. Die noch im Lager befindlichen Bände werden mit diesem Beileger ausgestattet und wieder in den Handel gegeben.
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News vom:
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13.08.2009 |
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Kategorie:
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Allgemein
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Quelle:
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FAZ, Frankfurter Rundschau, Stefan Pannor Blog |
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Autor dieser News:
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Bernd Glasstetter
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