Renjoh Desperado 2

Renjoh Desperado 2

Renjoh Desperado 2

Story:
Monko ist eine der heimatlos herumziehenden Kriegerinnen ohne Herrn und ohne Loyalität – zumindest scheint es so. Außerdem ist ein erstaunlich hohes Kopfgeld auf sie ausgesetzt, das nicht nur die entsprechenden Gauner für sich gewinnen wollen, auch die Hand des Gesetzes ist hinter ihr her.

Der Marshall, der sich ihr an die Fersen gehängt hat, ist echt lästig und scheinbar auch lebensmüde ebenso wie die drei Marderhunde, die die junge Frau nicht in Ruhe lassen. Allerdings schreckt die das nicht sonderlich, ist sie schon mit genügend anderen Gegnern fertig geworden … und fürchtet sich vor nichts und niemandem … oder?



Meinung:
Schon der lässige Klappentext verrät, das man die Serie wohl nicht sonderlich ernst nehmen sollte, auch wenn sie natürlich nur selten Gags bietet. Aber das Setting ist einfach zu schräg – eine wüste Mischung aus zynischem Spätwestern und Samuraifilm.

Östliche und westliche Kultur vermischen sich hier zu einem wüsten Mischmasch, dass das doch eher an das Japan der Edo-Zeit angelehnte Szenario mehr an den wilden Westen erinnert, in dem Desperados ihr Unwesen trieben und sich selbst der Nächste war, selbst die, die das Gesetz vertraten.

Die Figuren erhalten keine sonderliche Tiefe. Zwar sorgen ein paar aufgedeckte Geheimnisse für Spannung im Hintergrund, denn Monko scheint eine nicht gerade unbedeutende Machtfigur verärgert zu haben, so dass man gespannt ist, wann es zum Showdown zwischen denen kommt.

Bis es so weit ist, tut Monko das, was sie immer tut – auf der einen Seite versucht sich natürlich ihren Häschern zu entkommen oder sie auszuschalten, auf der anderen Seite verdient sie sich ab und an ihren Lebensunterhalt – und wenn es nur Nahrung und Kleidung ist, durch den ein oder anderen Dienst.



Fazit:
Renjoh Desperado bleibt eine unterhaltsame Geschichte, die Action und Humor zu einem schrägen Mix verbindet und ein intensives Szenario durch die Vermischung von Elementen des Wilden Westens mit der späten Edo-Zeit schafft, die vor allem männliche Leser amüsieren dürfte.