Kartoffeldruck und Krakelcomics

Brigitte Helbling im Gespräch mit Gästen des 18. Internationalen Comic-Salons und dem Festivalleiter Bodo Birk

Über zehn Jahre ist es her, dass anspruchsvolle Autoren-Comics als Graphic Novels die Feuilletons in Deutschland eroberten. Erbittert wurden damals die Debatten zwischen den Anhängern der klassischen Comic-Serien und den Vertretern der Graphic-Novel-Bewegung geführt. Alles Vergangenheit? Von wegen: Als die Nominierungen zum Max und Moritz-Preis bekannt gegeben wurden, entwickelten sich erneute Diskussionen, in denen überwunden geglaubte Kampfbegriffe wie „Kartoffeldruck“ und „Krakelcomics“ wieder auftauchten. Warum sind die Gräben so tief? Woher rühren die Verletzungen? Können wir nicht stolz auf die Vielfalt der deutschen Szene sein? Aber vielleicht diskutieren da auch nur ein paar Insider und Künstlerinnen und Künstlern, Leserinnen und Lesern ist das längst herzlich egal …