9/11 im Comic, oder: Bedrohte Ordnungen der Bilder

Vortrag von Dr. Lukas R. A. Wilde (Tübingen)

Obwohl – oder weil – die Ereignisse am 11. September 2001 durch Camcorder und Live-TV dominiert wurden, taten sich Kinofilme und Fernsehserien jahrelang schwer darin, 9/11 zu thematisieren. Der Gegensatz zur Comic-Industrie könnte kaum drastischer ausfallen. Könnte dies damit zu tun haben, dass die Fotos von 9/11 selbst immer wieder mit Hollywood-Katastrophenfilmen verglichen – und verwechselt – wurden? Der Vortrag zeichnet nach, wie das Wechselspiel von Fakt und Fiktion über Nacht durcheinander geriet und welche Rolle dem Comic dabei als einem medialen Reflexionsraum zufiel.

Moderation: Dr. Clemens Heydenreich

präsentiert von der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor e.V.)